Software-Entwicklung mit Open-Source-Werkzeugen

Während einem meiner letzten Open-Source-Projekte war selbst ich von den aktuell verfügbaren Werkzeugen und vor allem von deren Funktionsumfang sowie Stabilität überrascht. Es hat für mich den Anschein, als wäre das Open-Source-Umfeld zwar mittlerweile eine großes Feld zum experimentieren und dabei zugänglich für jedermann und doch durch und durch professionell organisiert. Es gibt dabei unzählige kostenlose Angebote, die man für die Entwicklung der eigenen Projekte in Anspruch nehmen kann, um so mit guter Rückendeckung ein professionelles und zeitgemäßes Projekt auf die Beine zu stellen. So habe ich ein wenig recherchiert und möchte euch das Ergebnis meiner Recherche nicht vorenthalten …

Es scheint auch keine Rolle zu spielen, ob man ein PHP-, JavaScript- oder ein Projekt in einer der vielen anderen Programmiersprachen plant. Ich habe bei meinem letzten Projekt Lazyload.js (Loading Framework für JavaScript), welches ich vor wenigen Tagen veröffentlicht habe, zu 100% auf Open-Source-Werkzeuge gesetzt, um als Ergebnis ein neues Open-Source-Werkzeug zu schaffen. Angefangen beim Sourcecode-Management mit git (msysgit – Git for Windows) und dem darauf aufbauenden hosted Service github über die kostenlose IDE Eclipse (+ PHP Development Tools). Für die Unit-Tests kam QUnit zum Einsatz, welches lokal auf meinem Entwicklungsrechner und auch auf der kostenlosen Continuous-Integration-Plattform Travis-CI mit grunt ausgeführt wurde bzw. kontinuierlich wird.

Hat man sein Projekt erst einmal fertiggestellt, hat man dann bei github auch noch die Möglichkeit seinem Projekt ein kostenloses Wiki und eine kostenlose Github-Page zu spendieren. So findet die Öffentlichkeit das Projekt einfacher via Google und man hat die Möglichkeit diese Seiten mit einer einfachen Angabe seiner Google-Analytics Tracking-ID auch noch zu vertracken. Durchdachte Lösungen die von A – Z ineinander greifen. Doch Ein klein bischen geschummelt habe ich bei den 100% – denn bei mir kommt seit jeher nur Windows als Betriebssystem in Frage. Dies hat ganz simple Gründe: Windows dient mir als stabile Basis beim Bauen von Software und Linux liefert diese dann in der Regel aus – hier müssten wir also fairer-weise ein paar Prozent abziehen.

Dieses oben skizzierte Szenario war freilich nicht immer schon so denkbar. In den letzten knapp 4 – 5 Jahren ist auch in Deutschland eine fortschreitende Professionalisierung im Bereich Software-Entwicklung spürbar. Sicherlich gibt es Teilbereiche, die schon länger ihren festen Stand in der Software-Entwicklung haben, allerdings ist der Maßstab den ich hier ansetze immer auf das PHP-Umfeld und angrenzende Bereiche bezogen. Bei den angrenzenden Bereichen handelt es sich z. B. um Frontend-Entwicklung (HTML, CSS, JavaScript, …) oder aber auch Design (UX …) und Text. Denn wenn ich von Professionalisierung spreche, dann ist eben auch das gesamte Endprodukt gemeint und dieses besteht in meinem Fall zu 99% aus vorgenannten Teilen – halt klassische webbasierte Applikationen.Diese Professionalisierung macht ganz natürlich auch vor den Open-Source-Projekten nicht halt. Es hat sich so ein kleines, gut funktionierendes Ökosystem entwickelt. Dieser Entwicklung zuträglich ist selbstverständlich auch die Tatsache, dass Entwickler fast in 100% aller Fälle, technikbegeisterte große Kinder sind, die selbstverständlich gerne das neueste „Spielzeug“ haben. Diese Spielzeuge findet man als Entwickler im zuvor angedeuteten Ökosystem. Sie kommen in Form von Werkzeugen und tollen Technologien daher. So bedeutet das Entwickeln von Open-Source-Software zwar, dass man, vielleicht abgesehen von Spenden bei großen Projekten, keine Einnahmen generiert und somit „gratis“ gibt, was andere vielleicht verkaufen würden, aber eben auch, dass man lediglich keine monetäre Vergütung für die aufgewendete Zeit erhält, sondern Spaß und davon reichlich! Zusätzlich erhält man die Möglichkeit die Entwicklung einer Vielzahl von Bereichen positiv zu beeinflussen und ggf. mit zu verändern.

Unternehmen die nicht in Zeiten des Internet gegründet wurden, oder nicht im Umfeld des Internet tätig sind, haben so ihre Schwierigkeiten dieser Entwicklung und daraus resultierenden zukunftsweisenden Technologien offen gegenüber zu sein. Oft regiert noch das Credo „Das machen wir schon immer so.“ (weitläufig auch als Totschlagargument bezeichnet). Wenige Unternehmen befinden sich auf der anderen Seite und wissen, wie diese neuen Technologien und Werkzeuge gewinnbringend eingesetzt werden können! So bleibt zu hoffen, dass ein Ergebnis dieser Entwicklung(en) ist, dass die Erfahrung die Entwickler in diesem Umfeld mit neuen Technologien sammeln zurück in die Unternehmen fließt und diese so positiv von außen verändert werden.

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Software-Entwicklung mit Open-Source-Werkzeugen
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Dieser Artikel behandelt die Verfügbarkeit, Qualität und Vielfalt aktuller Open-Source Software die genutzt werden kann, um die eigene Entwicklung und Software darauf zu stützen. Es gibt eine Beleuchtung der Reife und der Qualität von Open-Source Projekten im Generellen ohne konkrete Projekte zu benennen. Ein Artikel der aufzeigt, dass man ohne Bauchschmerzen oder Reue auf bestehende nicht-kommerzielle Software setzen kann.
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phpfluesterer.de
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